Einen kleinen Hauch deutscher westfälischer Kultur kann man in der Stadt Afandou wahrnehmen, wenn sich die Partnerstadt Gummersbach aus Deutschland auf einen Besuch in die griechische Küstenstadt begibt. Seit 2001 existiert zwischen diese beiden Städten nämlich eine Städtepartnerschaft, der man mit regelmäßigen Besuchen Tribut zollt.
Hier erwartet dann die Besucher aus Deutschland eine kleine malerische Kulisse griechischen Idylls, in der rund 5000 Einwohner ihre Heimat besitzen. Besonders geschätzt wird Afandou wegen der Nähe zur Inselhauptstadt Rhodos, die man in einer kurzen Fahrzeit von etwa 20 Minuten sehr gut erreicht, und somit eine sehr gute Ausgangsposition für zahlreiche Ausflüge bietet.
Allerdings beherbergt die kleine Ostküsten Stadt auch einen besonderen sportlichen Aspekt, der von zahlreichen Freunden des Golfsportes geschätzt wird. Denn hier findet man den einzigen Golfplatz der Insel Rhodos, der alljährlich mit seinen Golfturnier im Interesse zahlreicher Sportler steht.
Glaubt man der überlieferten Erzählung, soll die Stadt in antiker Zeitrechnung an einem anderen Ort entstanden sein, der aber aufgrund der Meeresnähe zum “beliebten” Opfer zahlreicher Piraten mutierte, die den Ort immer wieder überfielen und plünderten. Daher wurde der Ortskern im Mittelalter ins Landesinnere verlegt, und man gab ihm den Namen Afandou, was frei übersetzt “der Unsichtbare” bedeutet.
Seit dieser Zeit zählt besonders die Platia zu einem der beliebtesten Orte der Stadt, da sich hier zahlreiche Cafes befinden und man sowohl das turbulente Leben beobachten sowie sich an der vorherrschenden freundlichen Atmosphäre erfreuen kann. Hier empfehlen sich besonders die kleinen Bars, die mit zahlreichen Facetten der griechischen Spezialitäten aufwarten, und den Reisenden kulinarisch verwöhnen. Nach solch einer Stärkung geht es für den Touristen in das quirlige Nachtleben Afandous, das besonders in den Hochsaison -Monaten den Tag zur Nacht mutieren lässt.
Allerdings sind trotz dieser aufgeschlossenen Modernen mit ihren zahlreichen Verlockungen und Vergnügen auch die Zeitzeugen der Antike nicht übergangen worden. So findet man besonders in der Kirche Panagia eine wertvolle Offensive, die mit kirchlicher Baustruktur beeindruckt und ein interessantes Museum als ergänzende Option besitzt. Neben dieser Kirche, die zu Ehren der Mutter Gottes erbaut wurde, ist auch die kleine Kapelle am Strand besonders beeindruckend, da sie Fresken aus dem 12. Jahrhundert beherbergt.
Text von Claudia Schleicher
