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rhodos

Lachania

Im Süden der Insel Rhodos findet der Reisende das kleine Tal des Dorfes Lachania, welches mit zu den ertragsreichsten landwirtschaftlichen Flächen der Insel gezählt wird. Vermutlich aufgrund dieser Tatsache leitet sich der Ortsname auch aus den frei übersetzten griechischen Wort “Kohl” ab.

In unmittelbarer Nähe zum Ägäischen Meer gelegen blickt das Dorf ,welches nur eine Handvoll Einwohner zählt, auf eine fast 2000 jährige geschichtliche Vergangenheit zurück. Diese historische Bedeutung findet man als Besucher vor allem in den authentischen Bauweisen der kleinen Häuser wieder, die das Dorfensemble bilden. Besonders sehenswert ist hier die Kirche zu Ehren des Heiligen Georgios, welche im 17. Jahrhundert auf den Fundament einer frühzeitlichen Kirche errichtet wurde. Aus dieser Kirche hingegen stammt das monolithische Taufbecken, welches mit seiner Kreuzform dem 6. Jahrhundert zugeordnet wird.

In der nahen Umgebung des Dorfes kann man bei einer ausgedehnten Wanderung die historischen Windmühlen besichtigen, die dort seit mehreren Jahrhundert unbeschadet stehen und besonders imposant auf den Besucher wirken. Hier findet man auch die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche Agia Irini, die ergänzt wird von zahlreichen kleinen Kapellen rund um Lachania.

Geschichtlich besonders für den Interessierten relevant, ist das gut einsehbare Wasserkreislaufsystem inmitten des Ortes, welches auf einen türkischen Ursprung zurück zu führen ist und von dieser damaligen einflussgebenden Epoche zeugt. Hier findet man auch eine erfrischende Quelle, die von einem rund 300 Jahre alten Baum gesäumt wird, und gerade im Sommer besonders gerne besucht wird.

Text von Claudia Schleicher