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Lindos

Die Trilogie der antiken Städte Rhodos lässt sich neben Kamiros und Iallysos mit der Stadt Lindos ergänzen. Im Gegensatz zu Kamiros hingegen, ist die Stadt an der Ostküste auch heute noch sehr gut besiedelt, was sich wiederum in dem zahlreichen Touristen Angeboten wiederspiegelt. Hier findet man gegenwärtig besonders reizende handwerkliche Kunstgegenstände, die den Besucher auch in heimischen Gefilden an die wundervolle Insel Rhodos erinnern.

Fernab vom Massentourismus hat man sich hier einer Gruppe an Touristen geöffnet, die besonders das wertvolle Vermächtnis der Antike zu schätzen wissen und diesem Ehre erweisen. Denn diese im 11. Jahrhundert v. Christus gegründeten Stadt wartet mit einen wahren Quell historischer Zeitzeugen auf, die man als interessierter Reisende unbedingt beachten sollte. Das Herz von Lindos ist der ehemals prächtige Tempel der Athene, den man inmitten des ehemaligen Johanniter-Kastell findet und vom Tempel des Herakles ergänzt wird.

Bereits in damaliger Zeitrechnung kann man der Stadt eine einflussreiche Position zurechnen, die vermutlich auf der Basis der geographischen Stadtlage sowie auf dem heute nicht minder beeindruckenden Hafen beruht, von dem man in historischer Epoche zahlreiche spektakuläre Seeschlachten austrug und in späterer Zeit als aktiven Handelsplatz nutzte. Diese geschichtsträchtige Begebenheit und den ausgeübten Machteinfluss der Stadt kann man auch heute noch allgegenwärtig vernehmen. Besonders die dominierende Akropolis ist aufgrund der Größe ein Beispiel der damaligen Glanzepoche. Ein kleines Abenteuer stellt mit Sicherheit der Aufstieg zur Akropolis dar, da man diese entweder über einen schmalen Serpentinenweg erwandern kann oder aber eines der zahlreichen “Eseltaxis” nutzt, auf deren Rücken man gerne den Pfad empor schaukelt.

Sehenswert ist auch das ehemalige Felsengrab sowie die zahlreichen Statuen, die einen in Lindos allgegenwärtig begegnen. In den kleinen typischen Bauwerken der Stadt wohnen heute besonders viele Künstler, die sich in der Geburtsstätte von Kleobulus niederließen. Kleobulus galt seinerzeit als einer der Sieben Weisen, die im 7. Jahrhundert vor Christus maßgebliche Ruhm ernteten und mit ihren zahlreichen Zitaten noch heute Anerkennung finden. Dieser aus Lindos stammende Philosoph erhielt den Beinamen der Tyrann von Lindos, und man findet auch heute noch sein Abbild in zahlreichen Gedenkstellen die dem Besucher in manch verwinkelten Gassen begegnen.

Text von Claudia Schleicher