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Mesanagros

Im südlichen teil der Insel Rhodos findet man das kleine verschlafene Dorf Mesanagros, welches heute nur noch von einer Handvoll Bewohnern besiedelt wird. Jedoch ist auch dieser kleine Ort jederzeit einen Ausflug wert.

Hier findet man als Reisender eine Gegenwart, die aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes den Besucher in Zeit vor etwa 40 Jahren zurück datiert. Die zahlreichen Häuser des Ortes werden nur teilweise genutzt, und man kann hier den zeitlichen Verfall verfolgen. Jedoch haben bereits viele Urlauber dies erkannt, und sich hier in den einsamen Gegenden um Mesanagros ein zweites Domizil gekauft und erschlossen. Daher sollte man sich als Reisender nicht wundern, wenn man sich hier unter Landesgleichen befindet, die sich hier niedergelassen haben.

Dies ist besonders dann nachzuvollziehen, wenn man sich die bezaubernde Landschaft um den Ort etwas genauer betrachtet. So bietet die Kirche Kimissis eine besonders attraktive Sehenswürdigkeit, da sie etwa im 5. Jahrhundert errichtet wurde und besonders durch ihren Innenraum besticht. Aber auch die neue Kirche von Mesanagros ist einen Besuch überaus wert, da sie herrliche Ikonen besitzt und man anhand dieser leicht in Bewunderung verfällt.

Ansonsten wartet der Ort mit seinen individuellen Charme vergangener Epochen auf, und man muss sich hier als Reisender ganz der natürlichen Lebensweise öffnen, da man hier einer Offensive des ländlichen Griechenlandes begegnet. Fernab von Massentourismus und den modernen Annehmlichkeiten kann man jedoch anhand der vielfältigen Natur und dem offenen Wessen der Einheimischen verstehen, warum viele Auswanderer aus Europa diesen Ort als neue Heimat bevorzugen. Zwar findet man hier keine modischen Boutiquen, doch sind alle notwendigen Geschäfte vor Ort und auch eine kleine Taverne findet man hier, die mit rustikaler Küche aufwartet.

Wenn man sich als Reisender die Mühe nimmt, sich den rauen Charme der ländlichen Idylle zu öffnen und diesen ohne Vorbehalte kennen lernt, wird man die Ideale der Bewohner zu schätzen wissen und mit leicht neidvollen Blick auf diese unbeschwerte Leben mit seinen einfachen Vorzügen blicken.

Text von Claudia Schleicher