Zum Verwaltungsbereich der Insel Rhodos zählend, findet man dieser westlich vorgelagert die historisch wertvolle Insel Patmos. Diese kleine Insel, die gerade mal 34 km² zählt gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im ägäischen Meer.
Von hügeliger Vegetation geprägt, erstrahlt diese Insel ebenso wie ihr großer Gefährte Rhodos in einem satten grünen das von den türkisblauen Weiten des Meeres umschlossen ist. Der höchste Berg der Insel erreicht eine beachtliche Höhe von knapp 300 Metern, was angesichts der Gesamtfläche der Insel beachtlich ist. Am Fuße dieses Berges leben gegenwärtig etwa 2800 Einwohner im Hauptort Chora, die überwiegend vom Tourismus leben der sich über das ganze Jahr verteilt.
Die Insel Patmos ist von besonderer religiöser Bedeutung, da vermutet wird, dass sie der vermutliche Schöpfungsort der Apokalypse des Johannes war und seither als heilige Insel geachtet wird. Daher pilgern jedes Jahr Tausende von Menschen an Ostern auf diese Insel im ägäischen Meer. Zum Mittelpunkt agiert dann das Johanneskloster, welches im Jahre 1000 auf den Fundamenten eines Artemis Tempels erbaut wurde, und bis heute eine der beeindruckendsten Bibliotheken der orthodoxen Kirchen enthält. 1999 wurde die Insel sowie das Kloster zum Weltkulturerbe ernannt.
Der Legende nach soll Patmos in der römischen Antike ein Verbannungsort gewesen sein, in den auch der Evangelist Johannes geschickt wurde. Hier schrieb er dann in der heutigen Johannesgrotte die Offenbarung der Apokalypse, die seither als wichtigstes Heiligtum der griechisch-orthodoxen Kirche gilt.
Text von Claudia Schleicher
